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Spißl

Spißl Der Spißl war eigentlich mal Basketballer. Jetzt ist er Fußballer, der O-Beine wegen. Dass er mal Basketballer war, merkt man im Training: Wenn man ihn nur anschaut, fühlt er sich schon gefoult. Fortan wird man keines Blickes mehr gewürdigt und muss um seine Güte betteln. Im Spiel dagegen ist der Spißl wie verwandelt: Dort steht er seinen Mann und spißelt sich durch die gegnerischen Abwehrreihen. Erst wiederholte Tritte bringen seine stählernen Schienbeine zum Stillstand. Schließlich ist der Spißl dank seiner starken Technik und der Lunge einer Bergziege ein ständiger Gefahrenherd vor dem gegnerischen Tor. Wenn er mag. Manchmal mag er aber nicht. Dann mimt er mit größtem Stolz eine eingeschnappte Diva. Jedoch ließ seine Exzentrik im Laufe der Zeit deutlich nach. Das einst theaterreife, wallende Haar (á la Jürgen Drews?) wich mit den Jahren einem feschen Kurzhaarschnitt. Denn schließlich macht der Spißl jetzt Karriere. Und da ist ein solides Haupthaar einfach dienlicher, frag nach beim Coach. Leider kommt der Spißl aufgrund seines beruflichen Aufstieges auch nicht mehr so oft zum Fußballspielen. Schade, er kann's nämlich.